| A4 In dem Zeitraum von 1960 bis 1980 durchgeführte medizinische Versuche bezüglich einer therapeutischen Wirksamkeit des von Antoine Priore entwickelten HF-Gerätes in Floirac bei Bordeaux Georges Bourbaki Wenn man sich hier in Deutschland mit Medizinern darüber unterhält, daß bereits in den 60er und 70er Jahren eingehende Untersuchungen bezüglich der Therapierbarkeit von Krebs unter Einsatz von elektromagnetischen Wellen im Meterbereich durchgeführt worden waren und dabei dabei auf die diversen Veröffentlichungen in den Contes Rendus der Academie des Sciences in Paris und die beiden Bücher von Jean-Michel Graille [1]und Jean-Pierre Bader [2] über den Fall "Priore" verweist, stößt man unweigerlich auf die Schwierigkeit, daß angeblich gebildete Menschen mit Hochschulabschluß hier in Deutschland kein französisch verstehen, so daß allein diese Sprachbarriere jegliche weitere Diskussion erstickt. In dem Folgenden soll somit eine Zusammenfassung der durchgeführten medizinischen Untersuchungen vorgelegt werden. Dabei muß davon ausgegangen werden, daß die in Verbindung mit dem Priore-Gerät vor allem an Mäusen und Ratten gemachten Untersuchungen ebenfalls für die derzeitig in Griechenland gebauten Geräte PAP-IMI gelten. Gegenüber dem Priore-Gerät unterscheiden sich letztere jedoch im wesentlichen dadurch, daß sie wesentlich einfacher gebaut sind und eine sehr viel höhere Kurzzeitspitzenleistung abgeben wird, was bei dem PAP-IMI-Gerät eine verbesserte Wirksamkeit sowie kürzere Behandlungdauern zur Folge hat. |
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In dem Folgenden hier nur ein Bild von einem der Geräte von Priore. Anhand desselben ist erkennbar, daß dieses Priore-Gerät einen äußerst komplizierten Aufbau besaß, welcher beinahe als "frankensteinisch" anmutet [3]. Es muß jedoch hier darauf hingewiesen werden, daß die Fragestellung, ob Krebs mit elektromagnetischen Mitteln zu therapieren ist, davon vollkommen unabhängig ist, ob nun ein zu diesem Zweck eingesetztes Gerät einen komplizierten oder nicht komplizierten inneren Auf- bau besitzt. |
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| Einsatz des Priore-Gerätes in den Jahren 1948-1963 In Zusammenarbeit mit einem örtlichen Hausarzt namens Maurice Fournier wurden mit dem Priore-Gerät eine Anzahl von Krebspatienten behandelt, wobei sich mehrere Heilungen ergaben. Fournier verfaßte dabei eine ganze Reihe von Krankenberichten, welche er später bei einem Notar deponierte. Nach dem Tod von Fournier bleiben diese Krankenberichte jedoch verschollen [4]. Einsatz des Priore-Gerätes in den Jahren 1954/55 Im Rahmen von alten Archiv-Berichten wird von zwei krebserkrankten Personen berichtet, welche mit dem Priore-Gerät geheilt wurden: Anhand zweier von einem Dr. Angibeau unterschriebener Krankenberichte vom 21. und 23.9.1954 mit den Nummern 132421 und 132487 wird von einem 12jährigen Jungen namens Alain B. berichtet, welcher von einem zumindest damals unheilbaren Lymphknotenkrebs befallen war. Im Rahmen einer Behandlung mit dem Priore-Gerät erfolgte daraufhin eine Heilung. Gemäß einem von Dr. Jean Moulinier unterzeichneten Krankenbericht vom 2.10.1966 wird festgestellt, daß der betreffende junge Mann zwölf Jahre weiterhin symptomfrei ist [5]. Entsprechend einem von Dr. Biraben unterzeichneten Krankenbericht mit der Nr. 72741 vom 10.3.1955 wird bei einem Patienten Gaston R. das Anfangsstadium eines Kehlkopfkrebses festgestellt. Nach einer zweimonatigen Behandlung mit dem Priore-Gerät ist ein ebenfalls von Dr. Biraben unterzeichneter Krankenbericht Nr. 74978 vorhanden, gemäß welchem der Patient Gaston R. nunmehr symptomfrei ist [6]. In etwa zeitgleich stellte der für die Schlachthöfe von Bordeaux zuständige Veterenär Dr. Francis Berlureau Priore einige krebserkrankte Hunde und Katzen zur Verfügung, wobei sich mit dem Priore-Gerät Heilungen erzielen ließen [7]. Erste Wissenschaftliche Untersuchung (1960) Die erste wissenschaftliche Untersuchung mit dem Priore-Gerät wurde von den beiden Forschern Biraben und Delmon durchgeführt. Zu diesem Zweck wurden 60 mit dem Uterustumor T8 von Guérin und Oberling infizierte Ratten vom Typ "Wistar" in drei Gruppen von je 20 Tieren unterteilt, wobei die erste Gruppe nach einer Inkubationszeit von 13 Tagen einer Behandlung mit Röntgenstrahlen und die zweite Gruppe einer Behandlung mit dem Priore-Gerät ausgesetzt wurden, während die dritte Gruppe eine unbehandelte Vergleichsgruppe war. Bei dieser zweiten Gruppe ergaben sich sehr erfolgversprechende Resultate, indem das Tumorwachstum durch die HF-Behandlung stark verlangsamt wird (Turmorvolumen nach einem Monat Behandlungsdauer nur etwa ein Drittel des Tumorvolumens der Röntgenstrahl-behandelten Ratten!), und indem sich das Überlebensintervall der HF-behandelten Ratten bei gutem Allgemeinzustand und geringer Metastasenneigung im Vergleich zu den Vergleichsratten mehr als verdreifachte. Bei einer verlängerten Behandlungsdauer konnte das Tumorwachstum sogar ganz zum Stillstand gebracht werden [8]. Diese Resultate wurden in der Folge dem Bürgermeister von Bordeaux, Herrn Jaques Chabon-Delmas mitgeteilt, welcher daraufhin eine wissenschaftliche Kommission mit Vertretern aus Paris und Bordeaux zusammenstellte. Die Mitglieder dieser Kommission verhielten sich jedoch ablehnend. Zweite wissenschaftliche Untersuchung (1964) Behandlung mehrerer Gruppen von je 12 Ratten des Typs "Wistar", welche zuvor mit Zellen des Uterustumors T8 von Guérin subcutan im Rückenbereich infiziert worden waren. Während die nichtbehandelten Vergleichsratten nach etwa drei bis vier Wochen, d.h. zwischen dem 22. und dem 30. Tag nach der Infektion verstarben, überlebten alle jene Ratten, welche einer hinreichend langen Behandlungsdauer (90 Minuten täglich) und einer ausreichend starken HF-Bestrahlung (620 Gauß) mit dem Priore-Gerät ausgesetzt wurden Dabei beginnt die Tumorregression in etwa am 5. Tage und ist zumindest makroskopisch gesehen am 12. Tag abgeschlossen. Während dreier Monate ist kein Rückfall zu beobachten [9]. Dritte wissenschaftliche Untersuchung (1964/65) Ähnliche Untersuchungsbedingungen wie zuvor nur mit dem Unterschied, daß die Ratten des Typs "Wistar" mit dem Lymphkarzinom vom Typ 347 infiziert wurden. Die Gruppe von 30 Vergleichsratten verstarb innerhalb eines Zeitraumes zwischen dem 11. und 15. Tag, während die mit dem Priore-Gerät in Gruppen von je sechs behandelten Ratten alle überlebten. Die Magnetfeldstärke betrug 620 Gauß, während die Behandlungsdauern bei 80, 90 und 140 Minuten lagen [10]. Vierte wissenschaftliche Untersuchung (1965) Wiederholung des dritten wissenschaftlichen Versuchs unter Beistand von Frau Cologne, welche mit 18 infizierten Ratten speziell von Paris nach Bordeaux angereist war. Während die zehn Vergleichsratten innerhalb von 15 Tagen verstarben, starben innerhalb von 19 Tagen auch die vier Versuchsratten, welche täglich nur eine Stunde lang mit dem Priore-Gerät bestrahlt wurden. Die verbleibenden vier Versuchsratten, welche jeweils zwei Stunden täglich bestrahlt worden waren, überlebten jedoch alle [11]. Fünfte wissenschaftliche Untersuchung (1965) Ähnliche Untersuchungsbedingungen wie zuvor, nur mit dem Unterschied, daß hier in diesem Fall mehrere Gruppen von je sieben Mäusen des Typs "AKR" mit dem Lymphkarzinom vom Typ "LS2" infiziert wurden. Während die Vergleichstiere zwischen dem 15. und 18. Tag verstarben, ist bei ausreichend langer Bestrahlung mit dem Priore-Gerät (zwei bis drei Stunden täglich) eine vollkommene Tumorregression zu beobachten [12]. Entsprechend der zeitlichen Chronologie folgte am 1.3.1965 ein mündlicher Vortrag von Robert Courrier vor der Academie des Sciences in Paris, bei welchem die bisherigen Resultate mit dem Priore-Gerät zusammengefaßt wurden [13]. Sechste wissenschaftliche Untersuchung (1966) 18 Ratten vom Typ "Wistar", welche bei der dritten wissenschaftlichen Untersuchung aufgrund einer Behandlung mit dem Priore-Gerät überlebt hatten, werden erneut mit dem gleichen Lymphosarkom 347 infiziert. Das Transplantat wird jedoch bei allen erneut infizierten Ratten abgestoßen. Derartige Abstoßreaktionen können bis zum zehnten Monat nach der Erstinfektion beobachtet werden. Nicht zuvor immunisierte Vergleichsratten sterben hingegen innerhalb von drei Wochen [14]. Siebte wissenschaftliche Untersuchung (1966) 36 Ratten vom Typ "Wistar" werden ähnlich wie bei der dritten wissenschaftlichen Untersuchung mit dem Lymphosarkom 347 infiziert. Eine erste Gruppe von 12 Ratten wird täglich zwei Stunden und eine zweite Gruppe von 12 Ratten wird täglich drei Stunden mit dem Priore-Gerät behandelt, während eine Vergleichsgruppe von 12 Ratten unbehandelt bleibt. Die Vergleichsratten sterben innerhalb eines Zeitraums von 11 bis 16 Tagen, während alle 24 mit dem Priore-Gerät behandelten Ratten genesen. In der Folge wurden acht dieser gegen das Lymposarkan 347 immunisierte Ratten mit einem anderen Tumorgewebe vom Typ "Epithelioma T8" infiziert. Ähnlich wie entsprechende Vergleichsratten starben die derart infizierten Ratten innerhalb eines Monats, woraus erkennbar ist, daß die auftretende Immunisierung anscheinend turmorspezifisch wirkt [14]. Achte wissenschaftliche Untersuchung (1966) Die siebte wissenschaftliche Untersuchung wird wiederholt mit dem Unterschied allerdings, daß das Behandlungsintervall mit dem Priore-Gerät von 20 Tagen auf 9 Tage verkürzt wird. Hier in diesem Fall sterben alle Versuchsratten, wobei sich jedoch im Gegensatz zu den Vergleichsratten verlängerte Lebensdauern im Bereich zwischen 20 und 32 Tagen ergeben [14]. Neunte wissenschaftliche Untersuchung (1966) Eine entsprechende Anzahl von Mäusen vom Typ "Swiss" wurden mit Trypanosom-Bakterien infiziert. Während die Vergleichstiere innerhalb von fünf Tagen und die fünf Tage lang mit dem Priore-Gerät behandelten Mäuse innerhalb eines Zeitraumes von 9 bis 16 Tagen sterben, überleben alle 10 bis 12 Tage lang mit dem Priore-Gerät behandelten Mäuse [15]. Zehnte wissenschaftliche Untersuchung (1969) Die neunte wissenschaftliche Untersuchung wurde mit einem neuen Priore-Gerät von maximal 1240 Gauß an 89 Mäusen vom Typ "Swiss" und 82 Ratten vom Typ "Wistar" wiederholt. Während die Vergleichstiere innerhalb von 4 bis 5 Tagen starben, konnte bei einem anfänglichen Anstieg der Trypanosom-Bakterien im Blut (bis zu 105-Bakterien pro Kubilmillimeter) nach dem 3. Tag ein sehr starker Abfall der Bakterienanzahl im Blut bis herunter auf 0 beobachtet werden. Innerhalb von 6 Monaten wurden einzelne geheilte Tiere mehrmals erneut mit Bakterien desselben Typs infiziert, ohne daß es dabei zu einer Neuinfektion kommt [16]. Elfte wissenschaftliche Untersuchung (1970) Hasen mit einem Gewicht von etwa drei Kilo werden einer Infektion mit Trypanosom-Bakterien unterschiedlicher Dosierungen zwischen 5x106 und 2x108 Bakterien ausgesetzt. Während die Vergleichstiere innerhalb einiger Wochen sterben, tritt bei den mit dem Priore-Gerät behandelten Hasen bei Behandlungsdauern von mehr als sechs Tagen eine Heilung ein. Im Rahmen vorgenommener Neuinfektionen über mehrere Monate hinweg kann eine Immunisierung gegenüber dieser Krankheit beobachtet werden [17]. Zwölfte wissenschaftliche Untersuchung (1971) In Verbindung mit Mäusen, welche mit Trypanosom-Bakterien infiziert worden waren, kann gezeigt werden, daß bei einer nichtmodulierten Bestrahlung mit 9,4 GHz keine biologischen Effekte auftreten, während bei einer hinreichend langen Bestrahlung mit einem gepulsten UHF-Signal von 9,4 Gigahertz, welches zusätzlich mit einem Signal von 17 Megahertz amphituden moduliert ist, die gewünschten therapeutischen Wirkungen eintreten [18]. Dreizehnte wissenschaftliche Untersuchung (1972) Mehrere Gruppen von jeweils sechs Hasen wurden mit einer stark cholesterinhaltigen Kost gefüttert. Während der Cholesterin-Spiegel im Blut bei den nichtbestrahlten Hasen innerhalb von neun Wochen von etwa 6 auf 16 Gramm pro Liter ansteigt, bleibt der Cholesterin-Spiegel bei den mit dem Priore-Gerät behandelten Hasen konstant bei etwa 6 Gramm pro Liter erhalten [19]. Vierzehnte wissenschaftliche Untersuchung (1972) 21 Hasen wurden mit Trypanosom-Equiperdum-Bakterien infiziert, was ganz generell eine entsprechende Hodenentzündung zur Folge hat. Innerhalb eines Zeitraumes von 8 Tagen bis zu 14 Monaten nach der Infektion wurden die verschiedenen Versuchshasen geschlachtet und ihre Hoden untersucht. Dabei konnte festgestellt werden, daß bei einer gleichzeitig mit der Infektion einsetzenden Behandlung mit dem Priore-Gerät das Auftreten einer Hodenentzündung verhindert wird [20]. Fünfzehnte wissenschaftliche Untersuchung (1975) Zwei Gruppen von jeweils 12 Mäusen von Typ "Swiss" wurden mit Trypanosom- Equiperdum-Bakterien infiziert. Bei der einen Gruppe wird zusätzlich ein Immundepressionsmittel in Form von Zyclophospamid mit einer Menge von 70 mg pro kg eingespritzt. Beide Gruppen wurden in der Folge einer Behandlung mit dem Priore-Gerät ausgesetzt. Bei den behandelten Mäusen steigt generell bis zum 5. Tag die Anzahl der Bakterien auf einen Wert von etwa 2x106 Bakterien pro Mikroliter Blut an. Am 8. Tag erreicht die Anzahl der Antikörper im Blut bei den behandelten Mäusen einen Wert von etwa 5000, während bei den Mäusen, denen zusätzlich das Immundepressionsmittel eingespritzt worden war, nur Werte um die 10 oder 100 erreicht werden. Während die Vergleichsmäuse starben, gesunden die einer HF-Bestrahlung ausgesetzten Mäuse. Bei den bestrahlten Mäusen mit dem Zyclophosphamid tritt jedoch ab dem 12. Tag ein erneuter Krankheitsrückfall ein. Es wird geschlossen, daß das Zyclophosphamid mehr auf die Lymphozytengruppe B als auf die Lymphozyten T einwirkt [21]. Sechzehnte wissenschaftliche Untersuchung (1978) Vier Gruppen von je 6 Mäusen vom Typ "Swiss" wurden mit Trypanosom-Equiperdum-Bakterien infiziert, wobei in der Folge an allen Gruppen eine HF-Bestrahlung mit dem Priore-Gerät vorgenommen wird. Bei der ersten Gruppe von Mäusen wird jedoch zusätzlich ein Immundepressionsmittel in Form von Zyclophosphamid eingespritzt, während die zweite Gruppe eine Vergleichsgruppe bildet. Bei der dritten und vierten Gruppe wird zusätzlich eine Röntgenbestrahlung mit 1200 bzw. 600 R vorgenommen. Während die zweite Gruppe innerhalb von vier Tagen gesundet, versterben die Mäuse der ersten Gruppe innerhalb von fünf bis sieben Tagen. Bei den stark röntgenstrahlgeschädigten Mäusen der dritten Gruppe verstarben die Mäuse zwischen dem fünften und achten Tag. Bei den schwächer röntgenstrahlgeschädigten Mäusen der vierten Gruppe trat zwar nach dem dritten Tag eine Heilung von der bakteriellen Krankheit ein. Jedoch ergab sich nach der Unterbrechung der elektromagnetischen Bestrahlung mit dem Priore-Gerät ein Rückfall in die ursprüngliche Krankheit [22]. Siebzehnte wissenschaftliche Untersuchung (1978) Mehrere Gruppen von je sechs Mäusen vom Typ "Swiss" unterschiedlichen Alters zwischen Null und 40 Tagen wurden mit Trypanosom-Equiperdum-Bakterien infiziert und anschließend einer HF-Behandlung mit dem Priore-Gerät ausgesetzt. Es zeigt sich, daß trotz HF-Behandlung die jungen Mäuse bis zu einem Alter von vier Wochen ähnlich wie entsprechende Vergleichsmäuse innerhalb von 4 bis 5 Tagen an der Krankheit starben, während die älteren Mäuse von mehr als einem Monat die Krankheit überleben. Es ergibt sich somit der Eindruck, daß bei jungen Mäusen das Immunsystem noch nicht vollkommen entwickelt ist, so daß in diesem Fall eine vorgenommene HF-Impulsbehandlung mit dem Priore-Gerät noch gar nicht greift [23]. Abschließend noch eine Bemerkung: Ende 1965 hatte Alexander Haddow, der Direktor des in England ansässigen Chester Beatty Research-Instituts Priore schriftlich darum gebeten, daß mit seinem Gerät gewisse Versuche durchgeführt werden. Ein fachlich kompetentes engliches Forscherehepaar namens Ambrose wurde daraufhin von England nach Bordeaux gesandt, um Anfang 1966 mit dem Priore-Gerät 50 krebsbefallene Mäuse zu behandeln, deren Krebs künstlich durch chemische Mittel wie Benzopyren hervorgerufen worden war. Je nach Art des Tumors sowie Dauer und Intensität der Behandlung mit dem Priore-Gerät ergaben sich dabei unterschiedliche Resultate, bei welchem zum Teil vorhandene Tumore resorbiert wurden oder das Tumorwachstum zum Stillstand kam, während auch einige Tiere nach entsprechend vergrößerten Überlebenszeiten verstarben. Nachdem die beiden englischen Forscher Ambrose mit den überlebenden Mäusen zurück nach England gereist waren, wurde von einem Abteilungsleiter des Chester Beatty Research Instituts namens Koller die Vermutung geäußert, daß die Mäuse bei den Experimenten in Bordeaux ausgetauscht worden seien, weil in England vorgenommene Hauttransplantationen innerhalb desselben Inzuchtstammes in überraschender Weise abgestoßen worden waren. Dieser Umstand wurde daraufhin zum Anlaß genommen, daß ein für die Zeitschrift "Nature" bereits abgefaßter Artikel von Haddow im September 1966 überraschend zurückgezogen wurde. Im Rahmen dieser Untersuchungen, welche in den Jahren 1968-69 von Pierette Châteaureynand-Duprat, einer Mitarbeiterin des C.N.R.S. durchgeführt worden waren, stellte es sich jedoch heraus, daß die mit dem Priore-Gerät gemachten Versuche durchaus korrekt erfolgt waren, daß aber durch die Behandlung mit dem Priore-Gerät das Immunsystem der behandelten Mäuse anscheinend derart scharf gemacht wird, daß es innerhalb desselben Inzuchtstammes zu derartigen unvorhergesehenen Abstoßreaktionen kommt. Eine Veröffentlichung in der Zeitschrift "Nature" kam auf diese Weise nie zustande [24]. München, den 30. Dezember 1999 Literaturverzeichnis [1] Jean-Michel Graille "Dossier Priore", Paris 1984 [zurück] [2] Jean-Pierre Bader "Le Cas Priore", Paris 1984 [zurück] [3] ibid [1] S. 88 ff. [zurück] [4] ibid [1] S. 32 [zurück] [5] ibid [1] S. 33/34 [zurück] [6] ibid [1] S. 34/35 [zurück] [7] ibid [1] S. 28, 29 und 36 [zurück] [8] G. Delmom und J. Biraben "La Croissance du carcinome de Guérin sous l'action de champs magnétique" in Revue de Pathologie Comparée, Feb. 1966, Bd. 775, S. 85-88 [zurück] siehe auch ibid [1] S. 39-43 [9] Marcel-René Rivière u.a. "Action de champs électromagnétique sur les greffes de la Tumeur T8 chez le Rat" in C. R. Acad. Sc. Paris Bd. 259, 21. Dez. 1964, S. 4895-97 siehe auch ibid [1] S. 47-50 [zurück] [10] Marcel-René Rivière u.a. "Effects de champs électromagnétiques sur un lymphosarcome lymphoblastique transplantable du Rat" in C. R. Acad. Sc. Paris, Bd. 60, 15. Feb. 1965, S. 2099-2102 siehe auch ibid [1] S. 50-52 [zurück] [11] Note von M. Courrier in C. R. Acad. Sc. Paris, Bd. 260, 1. März 1965, S. 2642-43 siehe auch ibid [1] S. 58-59 [zurück] [12] Marcel-René Rivière u.a. "Phénomène de régression observé sur le greffes d'un lymphosarcome chez des souris exposées à des champs électromagnétiques" in C. R. Acad. Sc. Paris, Bd. 260, 1. März 1965, S. 2639-42 siehe auch ibid [1] S. 53-54 [zurück] [13] ibid [1] S. 62-74 [zurück] [14] Marcel-René Rivière u.a. "Nouvelles recherches effectuées chez des rats porteur d'un lymphosarcome lymphoblastique soumis à l'action d'ondes électromagnétiques associées à des champs magnétiques" in C. R. Acad. Sc. Paris, Bd. 262, 20. Juni 1966, S. 2669-72 [zurück] siehe auch ibid [1] S. 134 [zurück] [15] Raymond Pautrizel u.a. "Influence d'ondes électromagnétiques et des champs magnétiques associées sur l'immunité de la Souris infestée par Trypanosoma equiperdum" in C. R. Acad. Sc. Paris, Bd. 263, 1. August 1966, S. 579-82 siehe auch ibid [1] S. 135-138 [zurück] [16] Raymond Pautrizel u.a. "Stimulation par des moyens physiques des défences de la souris et du rat contre la Trypanosomose expérimentale" in C. R. Acad. Sc. Paris, Bd. 268, 9. April 1969, S. 1889-92 siehe auch ibid [1] S. 167-170 [zurück] [17] Raymond Pautrizel u.a. "Action de champs magnétiques combinés à des ondes électromagnétiques sur la Trypanosomose expérimentale du Lapin" in C. R. Acad. Sc. Paris, Bd. 271, 7. September 1970, S. 877-879 siehe auch ibid [1] S. 199-200 [zurück] [18] Andrée-Jean Berteaud u.a. "Essai de corrélation entre l'évolution d'une affection par Trypanosoma equiperdum et l'action d'une onde électromagnétique pulsée et modulée" in C. R. Acad. Sc. Paris, Bd. 272, 15. Februar 1971, S. 1003-1006 siehe auch ibid [1] S. 197-198 [zurück] [19] Raymond Pautrizel u.a. "Action d'ondes électromagnétiques et de champs magnétiques sur les modifications lipidiques provoquées chez le Lapin par administration d'un régime alimentaire hypercholestérole" in C. R. Acad. Sc. Paris, Bd. 274, 17. Januar 1972, S. 488-491 siehe auch ibid [1] S. 229-230 [zurück] [20] Gaston Mayer u.a. "Action de champs magnétique associés à des ondes électromagnétiques sur l'orchite trypanosomienne du Lapin" in C. R. Acad. Sc. Paris, Bd. 274, S. 3011-3014 [zurück] siehe auch ibid [1] S. 201 [21] Raymond Pautrizel u.a. "Stimulation des défences de la souris trypanosomée par l'action d'un rayonnement associant champs magnétique et ondes électromagnétiques" in C. R. Acad. Sc. Paris, Bd. 280, 28. April 1975, S. 1915-1918 siehe auch ibid [1] S. 246 [zurück] [22] Raymond Pautrizel u.a. "Importance des mécanismes immunitaires dans le guérison de la tryposonomiase expérimentale par stimulation physique" in C. R. Acad. Sc. Paris, Bd. 286, 22. Mai 1978, S. 1487-1492 siehe auch ibid [1] S. 248 [zurück] [23] Raymond Pautrizel u.a. "Influence de l'âge de la Souris sur l'éffacité de la stimulation de ses défenses par un rayonnement électromagnétiques" in C. R. Acad. Sc. Paris, Bd. 287, 18. September 1978, S. 575-578 siehe auch ibid [1] S. 248 [zurück] [24] siehe ibid [1] S. 125-130 und 145-158 [zurück] |
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