Meine lieben Homepage-Leser,
Weihnachten 1999 steht vor der Türe. Das Neujahr 2000 folgt unmittelbar.
Das Weihnachtsfest werde ich persönlich noch bei meiner griechischen Freundin Sofia verbringen, zu welchem Zweck ich einen fetten Truthahn besorgen muß. Für Silvester werde ich mich dann erneut nach Griechenland zu meinem Freund Panos Pappas in Athen begeben. Als alter Humanist erschien es mir anratsam, in der Silvesternacht oben auf der Akropolis zu stehen, um mit einem Glas Champagner in der Hand auf das kommende Jahrtausend anstoßen zu können.
Was dieses Jahr 2000 wohl bringen wird? Mein Sturz der Physik hätte eigentlich schon während der 90er Jahre stattfinden müssen. Leider kam mein ursprünglicher Zeitplan jedoch etwas durcheinander, so daß dieser Sturz der Physik des 20. Jahrhunderts wohl erst während des Jahres 2000 passieren wird. Nun, das mag ein kleiner Schönheitsfehler sein. Aber als Leser meiner Homepage müßt Ihr mir dies wohl verzeihen.
Was mich in der letzten Zeit sehr beansprucht hatte, ist mein Freund Panos Pappas in Griechenland mit seiner Maschine PAP-IMI, mit welcher man tatsächlich Krebs heilen kann. Falls Euch dieses Thema interessieren sollte, Ihr findet dazu einiges im Internet unter
Demnächst werde ich zu diesem Thema auch noch eine deutschsprachige Internetseite installieren.
So wie dies unter "Sidestep" in der Wochenzeitung DIE ZEIT zum Ausdruck kommt, ist für das Jahr 2000 folgendes zu erwarten:
• Dieser Sturz der etablierten Physik kommt endgültig zustande und
• es ist aus Griechenland ein elektrisches Gerät verfügbar, mit welchem man Krebs heilen kann.
Wer immer in Eurem Bekanntenkreis Personen mit Krebs haben sollte, lese also diese oben angegebene Homepage meines griechischen Freundes Panos Pappas.
Jetzt am Ende dieses ziemlich verflixten 20. Jahrhunderts machen zwangsläufig unsere Medien auch etwas auf Besinnlichkeit. Dies hatte dann auch zur Folge, daß unser Hamburger SPIEGEL (ceterum censeo ...) alle Geistesgrößen abhackt und demzufolge in seinem Heft vom 13.12.1999 eine ganze Titelstory mit Bild unserem Freund Albert Einstein widmete. Dabei blieb es natürlich etwas offen, was unter dem Ausdruck "Das Gehirn des Jahrhunderts" zu verstehen ist.
Etwas Eigenlob ist natürlich dabei auch mit im Spiel. Ich weiß nämlich nicht, ob Ihr das wißt: Einstein steigert sich wie folgt:
Einstein-Augstein-Frankenstein.
Da kam es natürlich ziemlich passend, daß dieser SZ-Mensch Herbert Riehl-Heyse gerade einen Artikel über "Macht und Ohnmacht der Journalisten im 20. Jahrhundert" geschrieben hatte, was dann auch den SPIEGEL wiederum veranlaßte, in seinem Rückspiegel in einem von Riehl-Heyse gemachten Vergleich zwischen Karl Kraus mit seiner Fackel und Rudolf Augstein mit seinem SPIEGEL gebührend hinweisen zu müssen. Eigenlob stinkt natürlich nicht. Sowohl der SZ-Heyse als auch der SPIEGEL scheinen dabei übersehen zu haben, daß Karl Kraus sich in seinem Beitrag "Die Welt ohne Blatt" vom Juni 1920 sich äußerst vehement über diese "geistigen Munitionsarbeiter" geäußert hatte.
So heißt es beispielsweise an einer Stelle:
"Haben nicht diese Entwerter aller Werte, diese Schänder aller Wirklichkeit und aller Vorstellung, die mit der Kuppelung von Text und Annonce, von Lüge und Betrug, jedes Spiel ohne Einsatz gewinnen, haben sie nicht alle heiligen Vorwände zur Hand, um den Bestand ihres Unternehmens als eine Lebensnotwendigkeit des Menschengeschlechts glaubhaft zu machen."
Bei der SZ und beim SPIEGEL sind derartige Dinge anscheinend nicht so ganz bekannt.
Um jedoch auf den Einstein-Artikel im SPIEGEL zu kommen, muß man hier sehr vorsichtig zwischen den Zeilen lesen.
Auf folgende Punkte sei dabei ganz besonders hingewiesen:
Punkt 1:
Der Artikel ist nicht von einem Physiker, sondem einem Biochemiker namens Neffe geschrieben. Dies kann eigentlich nur bedeuten, daß die Einsteinsche Physik mittlerweile einen derartigen Tiefpunkt erreicht hat, daß es in ganz Deutschland keine Physiker mehr gibt, welche ohne Verlust am eigenen Ansehen es wagen könnten, einen längeren Artikel über Albert Einstein und seine Physik zu schreiben. Letztlich gibt es hier in Deutschland nur zwei vollkommen durchgeknallte Physikertypen namens Manfred Börner und Jürgen Ehlers, der eine als "Metzger von Garching-Nord" beim Max-Planck-Institut für Astrophysik in München-Garching bekannt, der andere auf dem Telegrafenberg in Potsdam, welche so einen Artikel schreiben könnten. Da beide jedoch mittlerweile vollkommen ausgelutscht sind, fiel die Wahl wohl auf diesen Biologen Neffe. Daß so etwas natürlich eine gräßliche Fehlbesetzung darstellt, ist diesen Herrn vom SPIEGEL bisher noch gar nicht so recht aufgefallen. Nun, sehr hell sind die beim SPIEGEL anscheinend nicht.
Punkt 2:
Wenn man dann den Artikel selbst durchstudiert, da stolpert man auf Seite 263 linke Spalte über einen Jürgen Renn, welcher anscheinend Direktor am Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte ist. Gemäß Absatz 3 sagte derselbe folgendes:
"Man muß Einstein aus der wissenschaftlichen Entwicklung heraus verstehen und nicht die Wissenschaft aus Einstein."
Eine derartige Aussage kann eigentlich nur bedeuten, daß die ganze Einsteinsche Physik vollkommener Schrott ist und nur noch historisch zu betrachten ist.
Punkt 3:
Was in dem SPIEGEL-Artikel sehr beachtenswert erscheint, auf Seite 271 mittlerer Spalte unten wird unser Einstein als Zombie bezeichnet. Dies war er dann wohl auch! Nur fragt es sich dann, warum dieser Herr Einstein gleich am Anfang des Artikels als das "größte spekulative Genie aller Zeiten" bezeichnet wird. Die Herren von der "Überschriftsabteilung" vom SPIEGEL sind wohl noch schlechter informiert.
Punkt 4:
Wirklich merkwürdig erscheint diese Sache mit den Einsteinschen Abschaffungen. Auf Seite 266 linke Spalte heißt es, daß er den Äther als überflüssig erkannte und demzufolge ihn einfach abgeschafft habe. Und auf Seite 272 linke Spalte heißt es ferner, daß Gravitation eine Krümmung im leeren Raume sei und Einstein dieselbe somit als eigenständige Größe abgeschafft habe. Generell sollte man sich merken, anschaffen ist besser als abschaffen. Jedoch unabhängig davon, ein abgeschaffter Äther erklärt nicht, wie sich ein Lichtwellenphänomen im leeren Raum ausbreiten soll. Eine abgeschaffte Gravitation im Sinn einer Krümmung des leeren Raumes erklärt auch nicht, warum ein Apfel vom Baume fällt. Also was sollen derartige Ausführungen unseres Biologen Neffe? Will der uns am Ende noch die Physik erklären?
Punkt 5:
Über das Einsteinsche Privatleben finden sich in dem SPIEGEL-Artikel hinreichend Ausführungen. Neu war mir dabei, daß Evelyn Einstein in ihrer Eigenschaft als Adoptivtochter von Hans-Albert Einstein jenes Kind gewesen sein soll, welches Albert Einstein mit einer New Yorker Nachttänzerin gezeugt haben soll. Nun, wie man sieht, glücklich waren diese Leute alle nicht. Einstein soll einmal gesagt haben, daß er zwei Weltkriege und zwei Frauen überlebt habe. Fragt sich nur, was das Schwierigere war.
Punkt 6:
Beachtlich erscheint die Seite 280 dieses SPIEGEL-Artikels. Da sieht man nämlich einen etwas dämlich dreinblickenden Pathologen Harvey vor zwei Einmachgläsern mit schwabbeligem Zeug darin. Daneben in der linken Spalte einen Hinweis auf den "Sündenfall der Physik", wobei man denken könnte, daß der SPIEGEL-Neffe hier ganz einfach den Titel meines Buches abgeschrieben hat.
Auf das Wesentliche kommt der SPIEGEL-Mann Neffe dann auf Seite 280 mittlere Spalte zu sprechen, wo es heißt:
"Wieder steht eine Wissenschaft am Ende eines Jahrhunderts am Scheideweg, wieder gibt es eine erdrückende Fülle von Daten und Erkenntnissen, und wieder müßte einer kommen mit Übersicht und dem sicheren Gespür für den richtigen Weg, um endlich mit klaren Sätzen Schneisen in den Dschungel zu schlagen."
Ich könnte hier einen kleinen Vorschlag machen: Wenn man wirklich jemanden mit diesen Eigenschaften sucht, warum nimmt man nicht einfach dieses Georges Bourbaki?
In diesem Sinn - es kracht mittlerweile ganz gewaltig im Gebälk der Physik und es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis dieses ganze Lügengebäude zusammenbrechen wird.
Bis auf dann und mit den besten Grüßen für das Jahr 2000
München, den 18.12.1999
Euer Gerorges Bourbaki